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Stremellachs:

Im Plattdeutschen sagt man "Stremel" wenn man Streifen oder schmaler Weg sagen möchte. Somit ist beim Stremellachs schon mal die Form vorgegeben.

Frisches Lachsfilet wird bei dieser norddeutschen Spezialität in Streifen oder Stremel geschnitten und anschließend heiß geräuchert.

Seinen Ursprung hat der Stremellachs laut Wikipedia in Ostpreußen, ist heute aber auch entlang der ganzen Nordseeküste ein fester Bestandteil von Buffets und kalten Platten.

Zur Zubereitung:

Als erstes wird das Lachsfilet in Stremel geschnitten. Die Stücken auf dem Bild wiegen ungefähr 200g, wobei diese Größe nicht zwingend vorgeschrieben ist.

Nach dem Schneiden wird das Fleisch mit Zucker und Salz kräftig gewürzt und gut eingerieben. Wer möchte, kann die Lachsstücke dann noch mit Dill und groben Pfeffer bestreuen.

Wichtig ist, dass das Salz und der Zucker gleichmäßig auf dem Fleisch verteilt wird und sich im austretenden Wasser vollständig löst, damit eine gleichmäßige Rauchhaut auf dem Filet entstehen kann.

  

Jetzt wird Feuer gemacht und zwar kräftig. Wenn es schön brennt kommt der Lachs in den Ofen und gart bei leicht geöffneter Tür etwas an. Die Tür bleibt einen Spalt breit offen damit die Feuchtigkeit aus dem Ofen entweichen kann. Für alle Arten von Räucherfisch ist es wichtig, dass sie an der Oberfläche trocken sind bzw. werden, denn nur so nehmen sie die gold-braune Rauchfarbe an.

Das Holz muss gut durchbrennen, denn die entstehende Glut wird später gebraucht, um die richtige Wärme in den Ofen zu bekommen. Dem Lachs passiert dabei nicht viel und er verträgt das Feuer eine Weile.

Die Temperatur darf kräftig ansteigen. Mein Thermometer liegt dann zwischen "Schwein" und "Schaf". Welcher Temperatur das  auf einem richtigen Thermometer entspricht kann ich leider nicht sagen, aber Räuchern ist immer auch ein wenig Gefühlssache.

Je nachdem wie die Glut aussieht legt man noch Holz aufs Feuer, damit es später durchglühen kann, und/oder streut direkt Buchenspäne ein, bis das Feuer nur noch an einer kleinen Stelle brennt.
Dann schnell die Tür verschließen, sämtliche Luftzufuhr stoppen, fasziniert dem Qualm nachschauen und die Temperatur kontrollieren.

Das Thermometer muss sich langsam aber doch merklich bei cirka 80 Grad einpendeln.

Sollte die Temperatur zu niedrig sein, muss man mit Feueranzünder und neuem Holz nacharbeiten und es noch mal brennen lassen.

Solange das Thermometer nicht fällt oder gar ansteigt, brennt das Feuer noch zu stark. In diesem Fall wird auch kein schöner, dicker Qualm entstehen da das Feuer ihn sozusagen auffrisst. Jetzt muss man die Nerven behalten und kurz warten bis der Sauerstoff verbraucht ist, der Qualm die Oberhand gewinnt und das Feuer erstickt.

Sollte die Temperatur nach kurzer Wartezeit immer noch nicht runter wollen, muss etwas Räuchermehl nachgestreut oder im Notfall mit etwas Wasser das Feuer erstickt werden.

Je nachdem wie sich die Temperatur während des Räucherns entwickelt, ist der Lachs früher oder etwas später gar und gut geräuchert. In den meisten Fällen tritt dieser Zustand nach etwa einer bis anderthalb Stunden ein. Aber nicht vergessen: Räuchern ist Gefühls- und Geschmackssache.

Ich hab mal vergessen die Temperatur zu kontrollieren und nicht bemerkt, dass die Buchenspäne verglüht sind und sich am Ende das Holz neu entzündet hat. Das Resultat hab ich als aller letztes Bild eingefügt. Es soll nicht als Vorbild dienen, höchstens als abschreckendes.

 
 

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