Labskaus
Labskaus, das traditionsreiche Seefahreressen, entstand an Bord der
großen Segelschiffe. Es bestand aus gepökeltem Rindfleisch, Kartoffeln,
Speck und Zwiebeln. Alles gut durchgekocht und gestampft zu einem Brei.
Damit bereitete der Smutje seinen Kameraden Unbehagen.
Garniert mit Spiegelei, Rollmops, Gurke und roter Beete kommt es heutzutage auf den Tisch. Trotz des gewöhnungsbedürftigen Äußeren kann Labskaus richtig lecker sein, zumal heute frische Zutaten verwendet werden. Ob das auf Segelschiffen ohne Kühlmöglichkeiten auch so war lässt sich bezweifeln.
Auf Schiffen der Bundesmarine wird aus reiner Seefahrerromantik (oder Boshaftigkeit, man weiß es nicht) Labskaus, trotz wachsender Unbeliebtheit, immer noch auf den Speiseplan gesetzt. Als Trostpflaster erhält jedes Besatzungsmitglied eine Buddel Bier dazu, wodurch die Akzeptanz deutlich gesteigert wird.
In Wilhelmshaven findet jedes Jahr im Juli das größte Labskausessen der Welt statt. Neben der örtlichen Gastronomie steuert natürlich die Marine einen beträchtlichen Teil der Labskausportionen bei.







